Ohne Zweifel war die Reise zum Pamir Highway der Höhepunkt in 2019
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Vielleicht sogar in unserem gesamten Reise-Leben?
 
Hervorheben muss man, dass wir nicht von dieser Reise gesprochen haben, sondern dass wir sie auch durchgeführt haben.
„Machen ist wie wollen – nur viel krasser“.
Viele Menschen rufen erst einmal Hurra und Klasse.
Wenn es aber ernst wird, dann flattern 99 Ausreden ins Haus, warum man leider an dieser Reise nicht teilnehmen kann.
Insgesamt hat die Vorbereitung 1.5 Jahre gedauert.
Nach der Erstellung einer Route und des Zeitplanes ging es an die administrative Organisation der Tour.
16 Personen in 8 Autos wollten genau wissen, auf was sie sich einlassen.
Dann kam der Praxis-Teil.
Auto herrichten, Ersatzteile, Dachzelt drauf, Lebensmittel kalkulieren, einkaufen und verstauen, Kleiderkiste packen, Papiere sichten.
Irgendwo hat der Stauraum in einem geländegängigen Auto ja auch seine Grenzen.
Zum einen vom Volumen und zum anderen im zulässigen Gesamtgewicht.
Nun mussten wir nur noch für die entsprechenden Länder unser Visum einholen.
Nun ist der Moment gekommen, indem Du die Haustür hinter Dir ins Schloss fallen lässt, ins Auto einsteigst und dem Treffpunkt entgegen fährst.
Und dann kommen trotz aller Vorfreude plötzlich Ängste und Zweifel hoch. Ist es vernünftig, an dieser Tour teilzunehmen?
Direkt an der Grenze zu Afghanistan entlang zu fahren. Was ist, wenn ich die Höhe nicht vertrage?
Immerhin wollen wir auf über 4.500 Meter NN hoch.
Bis zum besagten Treffpunkt in Lettland sind es 1.500 Kilometer. Eine Strecke, die manch braver Bürger im gesamten Urlaub fährt.
Und dann trifft man sich. Ab jetzt ist es vorbei mit der persönlichen Individualität.
Ab jetzt ist jeder ein Teil vom Team.
Vorbei sind auch die trüben Gedanken, denn nun befindest Du Dich inmitten von Menschen, die Dein Schicksal mit Dir teilen.
Im Guten wie im Schlechten. Ein Gefühl, das neu ist - aber interessant.
 
Das erste Briefing steht an. Bei SafariCar nennt man das „Morgenandacht“.
Es wird noch einmal alles für den bevorstehenden Grenzübertritt besprochen.
Jeder schaut noch mal nach seinen Ausweispapieren und Dokumenten. „Ja, alles da. Prima“
Es geht los. Wir sind alle über CB-Funk miteinander verbunden und können uns somit während der Fahrt unterhalten.
Auch eine Sache, die man ja als Alleinfahrer auch nicht hat oder macht.
Dann sind wir an der Grenze. Leider hat die EU genau heute die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland beschlossen.
Und so verlängern die Zollbeamten mal die Bearbeitung.
Erst nach 10 Stunden haben wir die Grenze passiert.
Jetzt erst einmal das Auto auftanken, Geld tauschen und eine Telefonkarte besorgen.
„Wir sind in Russland“ welch eigenartiger Satz.
Bis Moskau sind es nur 600 Kilometer. Wahnsinn. Und dann fragt der Organisator: Wie fühlst Du Dich? Hast Du Angst?“
Und dann musst Du erst einmal nachdenken, denn Deine Gefühle hatten noch gar keine Zeit zu registriert, dass Du Dich in Russland befindest.
Und Angst – Nein – hier in der Gruppe überhaupt nicht.
Irgendwie ist es eigenartig. Ich wache auf, gehe ins Freie und pinkele an den nächsten Baum.
Ich drehe mich um und gehe zu meinem Auto zurück und muss erst einmal Guten-Morgen und noch einmal Guten-Morgen zu meinen Mitreisenden sagen.
Muss man sich auch erst dran gewöhnen, wenn man im Team unterwegs ist.
Auch die Morgentoilette findet mehr oder weniger „öffentlich“ statt.
Ich darf versichern – man gewöhnt sich da ganz schnell dran. Denn es betrifft ja Jeden.
Um 9.00 Uhr ist die Morgenandacht terminiert und danach Abfahrt.
So kann sich jeder die Zeit so einteilen, dass er rechtzeitig fertig ist.
Und dann fahren wir in Kolonne Richtung Süden.
Nur in den ersten 3 Tagen stehen wir ein bisschen unter Termindruck, denn wir haben in Wolgograd ein Hotel reserviert.
Direkt an der Wolga schlagen wir auf einer großen Wiese für diese Nacht unsere Zelte auf. „Uff - wir kriegen Besuch“.
Ein Uniformierter in Camouflage Uniform“
Es war der Schafhirte, der mit seiner Herde an unserem Camp vorbeizog.
Hier in Russland sind Camouflage-Uniformen eine gängige Arbeitskleidung.
Wir wechseln ein paar Worte mit ihm und eine Dose Bier später zieht er mit seiner Herde friedlich weiter.
Es war ein toller Abend in der Natur mit freiem Blick auf die Wolga.
Nun stand die Stadt Wolgograd auf unserem Tagesplan.
Heute Morgen war die Stimmung daher etwas gedämpfter, denn uns erwartete das frühere Stalingrad und damit die Konfrontation mit unserer jüngsten Geschichte.
Bei den Kämpfen um Stalingrad kamen 700.000 Menschen um Leben.
Davon 105.000 deutsche Soldaten. Haben dort 595.000 Russen ihr Leben gelassen? „Ja“.
Die bange Frage war also, wie uns die Wolgograder empfangen würden.
Darüber hatten wir zunächst gar keine Zeit nachzudenken, denn 8 Auto mussten möglichst mit den „grünen“ Ampelphasen durch die Millionen-Stadt geschleust werden.
Unser Hotel war ein ganz gewöhnliches Hotel, das überall in Europa hätte stehen können.
Die Mädels an der Rezeption waren äußerst nett und hilfsbereit und darüber hinaus auch noch hübsch.
Am Abend haben wir dann einen langen Spaziergang entlang der Wolga-Promenade unternommen.
Im Juni hatten wir um 18.00 Uhr noch 35 Grad im Wolgograd.
Da lechzte es uns nach einem Bier. Wir konnten aussuchen. Heineken, Budweiser, Bayrisches, Becks….
Aber wir haben uns natürlich für ein russisches Bier entschieden.
Irgendwie wollte das Gefühl „Russland“ und „Wolgograd“ nicht aufkommen.
Die Menschen waren alle nett. Niemand verzog die Mine, wenn er bemerkte, dass wir Germansky waren.
Das war eine ungeahnte Wohlfühl-Atmosphäre.
Beeindruckend war auch, dass in der Gedenkstätte „Mutter Heimat“ auf dem Mamajev-Hügel die „Träumereien“ von Schuman gespielt werden.
Wolgograd hat uns beeindruckt und wird wohl noch lange in unserer Erinnerung bleiben.
Unsere nächste Stadt hieß Astrakhan. Astrakhan ist eine multi-ethnische und multi-religiöse Stadt, in der mehr als hundert verschiedenen Nationalitäten und Kulturen wohnen.
14 verschiedene Konfessionen sind in Astrachan vertreten.
Man gönnt sich ja sonst nichts.
Unser Hotel lag direkt an der Wolga-Promenade und wir konnten bei unserem abendlichen Spaziergang diese Multi-Kulti Gesellschaft spüren.
Einfach schön.
100 Kilometer östlich befindet sich die Grenze zu Kasachstan. Da geht es weiter.
Die Russen und Kasachen haben keine Probleme miteinander.
Das merkt man auch bei der Grenzabfertigung. Das Drumherum ist allerdings gewöhnungsbedürftig.
Geldwechsler preisen laut rufend ihre Dienste an, die landesübliche Versicherung wird in einem alten Wohnwagen abgeschlossen bei dem der Boden bedenklich weich ist.
Es ist ein Stimmengewirr erster Güte.
Und dann sitzen dort im Schatten ein paar Mädels, die Dir eine kasachische SIM-Karte anbieten.
Aber: Der Wechselkurs war fair, das mit der Versicherung hat zwar lange gedauert aber hat geklappt.
Und die Handys habe mit der neuen SIM-Karte funktioniert.
Man könnte das, was uns jetzt auf 400 Kilometer passierte als Offroadtour auf Asphalt bezeichnen.
So schlechte Straßen haben wir noch nicht gesehen.
Du schaffst es bei 20 km/h 3 Löchern auszuweichen – in das 4. Loch knallst Du rein.
Da freuen sich Fahrer und Fahrwerk. Erschöpft erreichen wir die Nordküste vom Kaspischen Meer.
Es ist der größte Binnensee der Welt.
Es geht auf der Flicken-Teppich-Straße weiter.
Vielleicht hat Gott unsere Gebete (oder Flüche) gehört. Plötzlich haben wir nach dem Abzweig eine gute Straße.
Wir befinden uns auf der Halbinsel Mangyschlak, dass kaum bekannt - und touristische überhaupt nicht erschlossen ist.
So ganz nebenbei haben wir noch das tiefste Loch im Eurasischen Bereich durchfahren. Wir waren 130 Meter unter Null und es war heiß. Extrem heiß.
Bloß schnell weiter.
Erst einmal zum Strand runter und einen Lagerplatz am Meer suchen. Der Sand ist weich und tief.
Dennoch hatten wir einen tollen Abend mit echten Kartoffel-Puffern aus Deutschland.
Und da Kartoffelpuffer schwer im Magen liegen, haben wir als Prophylaxe einen Wodka getrunken.
Oder 2.
Nein, wir haben uns nicht verfahren. Auch wenn die Landschaft eher an Utah oder Arizona erinnert. Und dann…. dieser Anblick.
Das muss Monument Valley sein.
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Wie im Wilden Westen haben wir eine Wagenburg gebaut und mit dem abendlichen Feierabend-Bier den Anblick eingesaugt.
Ein kleines technisches Problem hat unsere Weiterfahrt am nächsten Tag zwar verzögert, aber Dank unserem „Willi“ konnten wir weiterfahren.
Die kasachische Steppe ist salzhaltig und endlos weit.
Aber dann haben wir die Grenze nach Usbekistan doch noch erreicht und waren nun auf der legendären Seidenstraße. Silk-Road – wir sind da.
Wir haben unsere 3. Grenze geschafft und sind jetzt in Usbekistan.
Noch vor ein paar Jahren hätte ich bei Google-Maps schauen müssen, wo dieses Land liegt.
Wenn man sich dann vorstellt, dass sich Alexander der Große schon vor über 2000 Jahren hier herumgetrieben hat…… ohne Landkarte und GPS-Daten. Wow.
Die Realität hatte uns dann aber ganz schnell heim geholt, als wir vor dem fast ausgetrockneten Aral-See standen.
Traurig, wie die Schiffe dort im Sand liegen, wo einst der Hafen war.
Diese Katastrophe ist leider von den Menschen selbst verursacht.
Nun fahren wir schon mehrere Stunden auf der Route der Seidenstraße. Silk-Road.
Chiva oder Xiva war früher das Zentrum des Sklavenhandels. Und heute stehen wir in der Altstadt, wo dies alles geschah.
Buchara ist unsere nächste Stadt an der Silk-Road. Man nennt sie auch Buxor.
Der absolute Höhepunkt in Sachen Orient war natürlich die Stadt Samarkand.
Samarkand wurde 300 vor Christi von Alexander dem Großen zerstört und 1500 Jahre spätere von Dschingis Khan.
Hier kann man sich kaum satt sehen und man hört ständig das „klick“ der Kameras. Verständlich.
2 Tage haben wir den Luxus einer Hotelübernachtung genossen und die Altstadt und den Registan (frühere Koran-Schule und Karawanserei) im Licht der Scheinwerfer erlebt.
Der dritte Tag im Hotel war dann leider unfreiwillig, da wir die Reparatur an einem Teilnehmerfahrzeug organisieren mussten.
Wir haben die Grenze zu Tadschikistan passiert. Völlig easy.
Schade, dass wir Euch von der Grenze keine Fotos zeigen können.
Eigentlich sind das ein paar Gebäude im Nirgendwo und man muss Obacht geben, wer denn hier ein Offizieller ist.
Der Kopf von Bukephalos, dem Pferd von Alexander dem Großen soll angeblich am Iskanderkul See seinen Kopf bei Vollmond aus dem Wasser strecken.
Leider war kein Vollmond, als wir dort ankamen.
Hier, an diesem wunderschönen See in den Bergen haben wir auf unsere Freunde gewartet, die mit der Reparatur in Samarkand beschäftigt waren.
Frage: Welches ist ein O und welches eine Null? O 0
Leider hatte unser Freund Karsten, der schon den Kupplungsschaden hatte nun auch noch das Problem, dass die Visaagentur das O mit einer 0 verwechselt hatte.
Somit durfte er 2 Tage an der Grenze zu bringen, bevor er ein neues Visum hatte.
Wir sind dann schon mal langsam nach Duschanbe der Hauptstadt von Tadschikistan weitergefahren, wo wir uns dann tatsächlich in unserem Hotel wieder getroffen haben.
Man kann sich vorstellen, wie die beiden Pärchen nach 2 Tagen an der Grenze ausgesehen haben.
Dran gerochen haben wir nicht – sie aber erst einmal in ein Hotelzimmer zum Duschen abkommandiert.
Unsere -gemeinsame- Erlebnis Reise geht weiter.
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Das Landschaftsbild hat sich gegenüber Kasachstan mit seiner Salzsteppe und Usbekistan mit der Seidenstraße total geändert.
80% von Tadschikistan sind Berge, die zwischen 2.000 und 4.000 Meter hoch sind. Ein paar sogar noch höher.
Sorglos hinter dem Steuer sitzen ist hier nicht angesagt. Man darf bei diesen Straßen keine einzige Sekunde unachtsam sein.
Dabei ist die Landschaft so grandios, dass man eigentlich nach jeder Kurve anhalten möchte – um ein Bild zu machen.
Umso weiter wir nach Süden kommen, umso schlechter werden die Straßen.
Der Aufenthalt um 2.000 Meter NN bekommt uns gut.
Wir können uns schon etwas akklimatisieren, bevor es in den nächsten Tagen auf 4.000 Meter hoch geht.
Der Teerbelag ist nicht mehr - oder nur in Teilen - vorhanden. Links ist der Berg, dann kommen 4 Meter Fahrspur und dann geht der Berg weiter runter.
An Steinschlag mag ich nicht denken.
Es hat derjenige einen Vorteil, der sein Hirn ausschalten kann und nicht daran denkt was passiert - wenn hier die Erde wegrutscht.
Wir haben herrliches Wetter, aber was ist bei Regen? Ich möchte dann hier lieber nicht unterwegs sein.
Nur am Rande möchte ich erwähnen, dass es das Wort „Leitplanken“ in der Tadschikischen Sprache wohl nicht gibt, denn es gibt Leitplanken schlechthin nicht.
In den kleinen Dörfern treffen wir auf freundliche Menschen, die uns zuwinken.
Sofern wir in der Nähe eines Ortes anhalten, sind wir umzingelt von Kindern und Jugendlichen.
Wir konnten erfahren, dass selbst in den abgelegenen Gebieten in den Schulen Englisch unterrichtet wird.
Das bedeutete, dass wir eine gewisse Kommunikation miteinander führen konnten.
Und dann haben wir zum ersten Mal die Marke von 3.000 Metern über Null überschritten und stehen an der höchsten Bushaltestelle der Welt.
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Aber wahrscheinlich hat hier seit 30 Jahren kein Bus mehr gehalten.
Bevor wir parallel zur Grenze von Afghanistan fahren, nächtigen wir noch einmal und lassen den interessanten Tag Revue passieren.
Was für eine Landschaft. Ich schaue mich um und überprüfe den „Ist“ Zustand.
Bin ich das? Bin ich wirklich hier? Ist das, was ich sehe die Wahrheit oder eine Fata Morgana?
Ich stehe tatsächlich in Zentral-Asien, speziell in Tadschikistan, höre das Wasser im Fluss Panj plätschern und registriere, dass auf der anderen Seite Afghanistan ist.
Nein, richtige Angst hatten wir eigentlich nicht. Wir sind nicht die ersten Touristen die dort entlangfahren.
Aber aufmerksam waren wir schon. Fakt ist, dass hier die Gefahr von Anschlägen und Attentaten geringer ist, als in Berlin und Paris
Wir sind nun zwischen 3.000 und 4.000 Metern über Null. Die Luft wird dünner.
Schon beim Start haben wir begonnen, den Sauerstoffgehalt und den Puls zu messen und die Ergebnisse in eine Liste einzutragen.
Die Messung haben wir dann bei 2.000 Metern, 2.500 Metern und bei 3.000 Metern erneut vorgenommen.
So konnten wir unsere Messwerte vergleichen und hätten Schlussfolgerungen ziehen können. 
Durch den bedacht angegangenen Aufstieg hatten wir aber mit der Höhe keine Probleme.
Eine leichte Schnapp-Atmung hatten wir aber alle. Eigentlich war der letzte Anstieg zum berühmten Ak-Baital Pass ziemlich unspektakulär.
Da wir die letzte Nacht bei ca. 4.000 Meter unterhalb des Gipfels verbracht hatten, waren die 600 Höhenmeter relativ schnell geschafft.
Jetzt standen wir mit unseren Autos auf 4.655 Meter.
Das entspricht dem Gipfel vom Matterhorn, den man bekanntlich nur mit Bergsteigerausrüstung erreichen kann.
Wie kann ich die Stimmung auf dem Gipfel am Besten beschreiben?
Also, wenn eine Fußballmannschaft ein Tor schießt, dann liegen sich die Spieler in den Armen, knuddeln sich, sind glücklich und haben strahlende Gesichter.
Ja, so ungefähr war es auch bei uns.
5 Wochen waren wir jetzt unterwegs und hatten das Primär-Ziel erreicht.
Aber die Reise ist ja noch nicht zu Ende.
Ich muss leider zugeben, dass ich bei meiner Vorarbeit zu dem Teil „nach dem Pamir“ nicht registriert habe, wie schön Kirgisistan ist.
Wir durchfahren Berglandschaften wie ein Gemälde.
Wir sind 2 Stunden unbefestigte Serpentinen-Pässe gefahren und waren ganz plötzlich wieder auf 4.000 Metern.
Ehrlich, diese kleine Zahl neben der Straße hatte ich bei meiner Planung übersehen. Von oben blicken wir auf die Berge hinab. Seltsam.
Später stehen wir im Tal vor diesen Bergen, die wir gerade von oben betrachtet hatten.
Ich kann nur sagen. Unbeschreiblich.
„Man muss gar nicht in die Alpen fahren, um mal Serpentinen zu fahren. Das kann man hier viel besser :-)“
Dann hatten wir den großen Issykul-See erreicht und haben dort erst mal 2 Tage pausiert.
Entspannen, Wäsche waschen, Check am Fahrzeug und was man sonst noch in seiner Freizeit anstellt.
Z.B. nur dasitzen, den See und die Berge betrachten und daran denken, welche Erlebnisse wir gerade durchleben.
Dann begann definitiv unsere Heimreise. Erst 2.500 Kilometer durch die eintönige und erlebnisarme Steppe von Kasachstan.
5 Tage nur fahren, kaum Verkehr, keine Abwechslung. Anstrengend.
Dann noch einmal 2.000 Kilometer durch Russland.
Hierbei geschah etwas eigenartiges. Es kam in Russland das Gefühl auf, wieder zu Hause zu sein.
Erinnern wir uns an die Gefühle nach unserer Einreise nach Russland.
Ein wenig bedrückend. Und nun, nach Tadschikistan, Kirgistan und Usbekistan empfanden wir Russland so, wie bei uns zu Hause.
So ändert sich die Perspektive.
Auf dem Campingplatz in Lettland sind wir mit 8 Autos gestartet und hier endete für 7 Fahrzeuge unsere Reise.
(1 Fahrzeug ist nach dem Iyssikul See noch in die Mongolei weiter zu fahren)
Noch ein letzter gemeinsamer Abend, dann war wieder jeder für sich allein.
Nun erlebten wir die Eingangs-Situation in umgekehrter Form.
Als Organisator bin ich stolz, dass alles geklappt hat.
Alle Mitreisende sind im Laufe der Tour zu einem Team zusammengewachsen.
Der Zeitplan war zwar zwischenzeitlich etwas ins Wanken geraten, wir haben das aber geschickt ausgleichen können,
so dass wir tatsächlich wie geplant unsere Reise nach 16.000 Kilometern beenden konnten.
Oft werden diejenigen belächelt, die gemeinsam auf Reisen gehen. 
Diejenigen, die schon gemeinsam auf Reisen waren können darüber nur lächeln.
Sie wissen warum sie es tun und dass "gemeinsam" auch schön sein kann. 
 
Zurzeit weiß ich nicht, wie ich diese Reise mit einer anderen Tour noch toppen könnte.
Und um ehrlich zu sein, im Moment habe ich auch nicht den Ehrgeiz.
Eines weiß ich aber sicher. Russland werde ich noch einmal bereisen.
Wahrscheinlich werde ich die 3000 Kilometer entlang der Wolga in Angriff nehmen.
Zu dieser Reise gibt es einen 7 teiligen Film bei Youtube.
Achtung: Das Betrachten dieser Film-Teile kann reise-süchtig machen.
Die gesamte "Seh-Dauer" beträgt ca. 3 Stunden.
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Dann "Prost" auf eine tolle Reise 
Das Orga-Team Renate und Claus  - C+R - 
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